Pasings Metzgerzeile, klein aber fein im Viktualienmarkt


Seit über 50 Jahren gibt es das Traditionsunternehmen bereits am Platz. 1963 eröffnete die Metzgerei Floß im Viktualienmarkt Pasing Ihr Geschäft. Das Team Floß bietet seinen Kunden stets frische bayerische Fleisch- und Wurstwaren an und an seiner Imbisstheke gibt es Sie noch, die richtig guten hausgemachten warmen Fleischpflanzer'l & einen guten Leberkäs.

Ob hausgemachtes Wacholder geräuchertes nach Bauern Art, Wurzelspeck oder frische Weiß -und Stockwürst, für Fleisch & Wurstliebhaber gibt's beim Inhaber Franz Floß alles was das Feinschmecker Herz höher schlagen lässt.  Sein ehemaliger Nachbar Metzgerei Hermannsdorfer wechselte vor Jahren in das Ladenobjekt links am Eingang vom Markt, dieser traditionelle Händler ist auch schon über 2 Jahrzehnete am Viktualienmarkt beheimatet.

 


Die Metzgerei Hermannsdorfer finden Besucher im "Kleinen Bruder" wie der Pasinger Viktualienmarkt liebevoll genannt wird zu seinem Pendant in der Innenstadt dem Münchner Viktualienmarkt und seiner beliebten & historischen "Metzgerzeile" seit mehr als 700 Jahren. Das Traditionsunternehmen Hermannsdorfer ist spezialisiert auf Bio landwirtschaftliche Produkte wie zum Beispiel Schwäbisch-Hällische Schweine, Weideschweine und Symbiotische Landwirtschaft, Rinder sowie Kälber von ausgesuchten Partnerbauern aber auch Honig, Wein & Schnaps von Obstweiden. Mehr unter: www.hermannsdorfer.de


Historisches

1907 war der Markt noch am Marienplatz
1907 war der Markt noch am Marienplatz

Die Erhebung Pasings zur Stadt 1905 ist gleichzeitig der Beginn der Geschichte des Pasinger Viktualienmarktes. Am 9. Juli 1906 beschloss der Magistrat einen Grünzeugmarkt an der südwestlichen Ecke des Pasinger Marienplatz gegenüber dem Institut für Englische Freulein einzurichten. Im Januar 1907 wurde durch die kgl. Regierung von Oberbayern die Genehmigung dazu erteilt. Nach einer Einigung über die äußere Gestaltung des Marktes konnte am 16. März 1907 der erste Markttag abgehalten werden. Der Markt wurde von Beginn an gut angenommen, doch es gab nur den kleinen Kundenstamm des inneren Pasing, so dass 1908 eine Wirtschaftlichkeitsberechnung angeordnet wurde. Diese zeigte eine relativ schlechte Ertragslage des Viktualienmarktes in Pasing. Ursache dafür waren ambulante Händler, die ihre Waren am Marktrand billiger verkauften, da sie keine Abgaben zahlen mussten. Durch eine Änderung der Marktordnung wurde dieser Zustand behoben. Der ständig zunehmende Verkehr führte dazu, dass am 15. November 1929 eine Verlegung des Marktes in den Hof des städtischen Anwesens Hindenburgstraße (Bäckerstraße) beschlossen wurde. Die Marktfieranten leisteten zunächst Widerstand, da sie Umsatzeinbußen durch den Wegfall der Laufkundschaft befürchteten. Dennoch begann die Übersiedlung des Marktes am 1. April 1930. Da die Standl nicht zerlegt werden konnten, mussten sie im Ganzen auf Fuhrwerke verladen werden. Gegen die Befürchtung der Marktleute nahm der Verkaufsverkehr jedoch weiter zu, so dass auch die neue Fläche bald wieder zu klein wurde. Daher wurde beschlossen, eine feste, moderne und großzügig geplante Markthalle zu errichten, die am 2. Oktober 1937 bezogen werden konnte. In den zwölf vorhandenen Verkaufsständen wurden hauptsächlich Waren wie Obst, Beeren, Südfrüchte, Geflügel und Milch verkauft, doch auch ein Pasinger Gärtner, die Nordsee-Fischhalle und die städtische Freibank waren vertreten. Bereits zur Eröffnung 1907 machte man sich Gedanken über einen Brunnen für den Markt. Da ein Steinbrunnen zu teuer gewesen wäre, wurde zunächst nur ein hölzernes Provisorium gebaut. Als am 2. Oktober 1937 die Markthalle an der damaligen Hindenburgstraße öffnete, wurde der in Pasing wohnende Bildhauer Hans Osel beauftragt. einen Steinbrunnen für den Pasinger Viktualienmarkt zu errichten. Sein in Bronze gegossener Knabe, das "Brunnenbüberl", das seiner Freude über den fang eines Hecht und einer Forelle ausdruck gibt, wurde im Oktober 1938 aufgestellt und zitiert noch heute den "Fischbrunnen". Von Beginn der Eröffnung des Marktes an seinem heutigen Standort im Jahr 1937 bis heute veränderte der Pasinger Viktualienmarkt sein Aussehen nur unwesentlich, auch durch Renovierungs- und Umbaumaßnahmen verlor er nicht seinen Charakter. (Quelle Deacademic)

Die Pasinger hoffen natürlich inständig, dass die anstehenden Umbaumaßnahmen den alten und traditionellen Charm nicht gefährden oder den alten Markt zu einem nicht selten megamodernen verwandeln, wie schon den historischen Pasinger Marienplatz, das "Ende vom Lied" ist ja allen bestens bekannt.

Historischer Brunnen "Brunnenbüber'l anno 1937
Historischer Brunnen "Brunnenbüber'l anno 1937

Die Marktbetreiber freuen sich auf Ihren Besuch! LINK

Pasinger Viktualienmarkt Bäckerstraße 7 81241 München

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 7.00 – 18.00 Uhr, Samstag: 7.00 – 14.00 Uhr.

"Pasinger Stadtrundgang" 2016