Stadtteilfilmer Josef Veith spricht KLARTEXT !

GEWINN ODER VERLUST "DAS IST HIER DIE FRAGE"
Der bekannte Stadtteilfilmer Josef Veith von Pasing TV, ist Stocksauer was da im Zentrum Pasings abgeht. 

 

40 JAHRE AM BRENNPUNKT AUCH DORT WO ES "ZUM HIMMEL STINKT" 

Josef Veith, der erfolgreich seit vielen Jahrzehnten sein Geschäft Krug TV in der "Alten Allee 23" führt ist als 100% "Urpasinger" vielen Menschen bestens bekannt. Er ist mit seiner professionellen Kameratechnik über all dort wo sich Pasing verändert und dokumentiert in Bild und Ton die Veränderungen mit ganz persönlicher Note. Seine Filmreihe "Pasing im Wandel" startete er bereits in den achtziger Jahren und hat heute bereits Kultstatus.
Wer über 40 ig Jahre seinen geliebten Stadtteil mit Arges Augen beobachtet, mit Menschen zahlreiche Interviews geführt hat und auch dort filmt, wo viele lieber "wegschauen, kann wie kein anderer natürlich am besten beurteilen ob ein innerstädtischer Wandel nach einem Umbaumegaprojekt welches indessen schon 10 Jahre in Pasing per Exempel statuiert wird zum positiven oder negativen geführt hat.

SEIN AKTUELLER FILM " CHAOS AM MARIENPLATZ" SORGT FÜR KONTROVERSE IM BA21

Über die Vorkommnisse habe ich bereits mit dem Artikel "Ist die Verödung des Pasinger Zentrums noch zu stoppen" auf FOCUS ONLINE 23.01.2017 und am 17.02. unter "Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück" berichtet. In einem öffentlichen Statement gegenüber der Abendzeitung macht Josef Veith, berechtigter Weise sich mit folgenden Zeilen im wahrsten Sinne des Wortes mal richtig Luft.

Anlass war dieser aktueller AZ Artikel mit dem beschönigten Namen " Pasing hat gewonnen".


Foto: AZ München 2017Frieder Vogelsang über seine Liebe zu MenzingDer Westen im Wandel: "Pasing hat gewonnen"

PRESSEAUSZUG: Im Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing sitzt er als Fraktionsvorsitzender der CSU. Die große Umgestaltung Pasings sieht er im Großen und Ganzen positiv: "
Ich persönlich finde, Pasing hat gewonnen und eine Aufwertung erfahren. Es gibt tolle Einkaufsmöglichkeiten.....neben den Arkaden kann ich schön sitzen. Der Platz hat italienisches Flair, das genieße ich."                                       Hier der ganze Artikel.

ZITAT: Dass der Obermenzinger Stadtteilpolitiker und Vorstand der Freunde von Schluss Blutenburg Frieder Vogelsang, beim Blick in die südliche Sonne ausgerechnet am Pasinger Bahnhofsplatz italienischen Flair verspürt kann nicht darüber hinweg täuschen, dass es im traditionellen Zentrum von Pasing rund um den Marienplatz brodelt. Des Volkes Stimmung könnte schnell kippen, wenn die Bagger anrollen und das erst vor 25 Jahren gebaute Hotel/ mit Gasthof Zur Post nebst Postsaal abreißen und an gleicher Stelle Wohnhäuser errichten. Gleich gegenüber, wo vorher die Pappschachtel-Läden waren, klafft derzeit ein leerer Bauplatz. Dort soll ein Hotel ohne Gastronomie entstehen. Wie die Politiker und Stadtplaner sich ausdrücken: ein "Magnet" . Damit wäre dann der traditionsreiche Pasinger Marienplatz nicht mehr der "urbane Treffpunkt für alle Pasinger", wie OB Reiter bei der Eröffnung versprach, sondern der traurigste Platz in ganz Pasing. Ganz nebenbei geht der Einzelhandel rund um den Marienplatz dann endgültig kaputt. Wo sind Cafe´s, wo kann man Flanieren, wo im Sommer ein Bier im Freien genießen? Dass Herr Frieder V. aus dem BA 21 der Meinung ist "Pasing hat gewonnen" , kann man angesichts der aktuellen und bevorstehenden Verödung des "alten" Pasinger Zentrums nur als Affront gegen die Bewohner bezeichnen. Eigentlich wäre die Aufgabe des BA und der Politik, sich um die Sorgen der Bürger zu kümmern. Dass die Stimmung schlecht ist sieht man auch bei www.pasing-tv.de

 

DIE STADT STREUT IHREN BÜRGERN SAND IN DIE AUGEN

 

In einem aktuellen E-Mailrundschreiben an die Pasinger Geschäftsleute schreibt der Filmemacher folgendes:

ZITAT: Grüß Gott Ihr Freunde Pasings,
gerne möchte ich Sie und Euch heute über einige Fakten informieren, die die Entwicklung bzw. Verödung des alten Pasinger Stadtkerns betreffen. Wenn Sie den neuen Beitrag bei PASING TV noch nicht gesehen haben, bitte ich Sie, diese 15 Minuten Zeit auf zu wänden, um die neuesten Fakten über den gebeutelten Pasinger Marienplatz und sein Umfeld zu sehen. Inzwischen laufen die Reaktionen auf meinen Film über den "Wahnsinn am Pasinger Marienplatz" bei PASING TV mit allen Konsequenten in zwei Richtungen bzw. Forderungen der Bürger/innen:

 

Erstens: Für den Postsaal gibt es nur diese Lösung: der Eigentümer des Hotels Zur Post muss eine Baugenehmigung für die Aufstockung auf den Postsaal mit zwei Stockwerken und 20 - 30 Zimmern bekommen. Technisch geht das, irgend eine blöde Vorschrift von Breite und Länge soll dagegen sprechen. Das muss man klären und ausmerzen! Sonst reißt der das Hotel nebst Postsaal tatsächlich ab. Das ist sein gutes Recht, das würden wir gewinnmaximal denkenden Pasinger Musterbürger wohl auch so (nicht) machen, oder? Jedenfalls darf er das. Und ich finde, eine "moralische Pflicht" in die Öffentlichkeit zu stellen, den Postsaal stehen zu lassen, ist ein unangemessenes Druckmittel.

 

DAS IST KEIN ÖFFENTLICHES LEBEN, UND SCHON GAR KEIN MAGNET! 

 

Zweitens: Die Baugenehmigung für das Self-Service-Hotel ohne Gastronomie am Pasinger Marienplatz muss zurück genommen werden. So ein Hotel kann und darf man an einem traditionsgeladenen Platz mitten im alten Zentrum von Pasing als Beginn einer denkmalgeschützten Ensemble-Bebauung aus den Anfängen der "Stadt Pasing" in den Jahren 1896 bis 1914 nicht genehmigen, geschweige denn tatsächlich bauen. Am Marienplatz war früher der Viktualienmarkt, hier war der Eisplatz mit Schlittschuh fahren, hier fanden Auto-Corsos und Oldtimer-Rallyes statt. Der Marienplatz war immer der pulsierende Mittelpunkt Pasings - da stand die erste Normal-Uhr, da war der Taxistand, da waren Apotheke, Friseur, Pelzgeschäft, Reisebüro, Bekleidungshaus, Gastronomie, früher sogar das Kino "die Mausefalle". Das geplante Bauwerk an der Westseite, da wo die Pappschachtel-Läden waren, ist ein totes Objekt! Genauso wie die wenigen Läden unten drin und die Wohnungen oben drauf! Das ist kein öffentliches Leben! Und schon gar kein Magnet! Die Stadt streut den Bürgern Sand in die Augen! Alle merken, dass da was nicht stimmt, aber keiner unternimmt etwas!

 

ALLE SIND MIT DER SITUATION SEHR UNZUFRIEDEN

 

Der Bezirksausschuss, der Stadtteil-Manager, das Bau- und Planungsreferat - alle Verantwortlichen und die Stadträte müssen jetzt aufwachen, um die Verödung des alten und liebenswerten Pasinger Stadtkerns zu verhindern. Weder die Pasinger Arcaden noch der durch hässliche Buden verunstaltete Vorplatz des historischen Pasinger Bahnhofs können das traditionelle, großräumige "alte" Pasing ersetzen. Und das wollen die Pasinger und Pasingerinnen auch nicht. Alle jemals von mir Befragten sind mit der aktuellen Situation sehr unzufrieden!

Ich möchte, dass möglichst viele Leute das hier lesen und sich eine Meinung bilden. Und überlegen, wie wir gemeinsam diese Projekte verhindern können! Und den Stadtkern von Pasing vor der Verödung retten können!?

Das jedenfalls hofft und wünscht sich
Josef Veith von

 

MEIN PERSÖNLICHES FAZIT

 

Ich habe dem nichts mehr hinzu zufügen !
Jens Krumpholz 
Pasinger Onlinekurier (Blog)